Übungsangebot
Juli 2001

Übung 9: Geschöpfliche Offenheit

Übungs-Intention

Jedes Lebewesen (Pflanze Tier), sucht das, wovon es lebt. Öffnet sich für das, wovon es leben kann. Tut sich dem auf, wodurch es wächst und sich entfaltet.
Der Mensch muß diese auch ihm eigene geschöpfliche Offenheit bewußt suchen und einüben.

Imagination (das Bild (imago) lebendig vor Augen haben): Eine Sonnenblume, die sich voll Sehnsucht öffnet, nach der sich schenkenden Sonne.

Übungs-Ablauf (Bild 1)

Ausgangshaltung: guter Stand, Handflächen betonen die Beckenschale.

  • ich weite die Beckenschale nach rechts und links außen (1)
  • immer weiter nach außen und nach oben und wieder zurück (2)
  • im nach außen → oben den einströmenden Atem,
  • im nach unten den ausströmenden Atem mitschwingen lassen

Abschlusshaltung:

  • Hände ganz oben lassen, Handflächen nach oben
  • Gesicht dem zugewandt, was ich suche (Sonnenblume schaut auf die Sonne)

 

Bild 1

Verinnerlichung der Übung

stehend, gesammelt in den Händen (Bild 2)

Bild 2

Die äußere Bewegung nach innen weiterschwingen lassen.
Ich werde mir bewusst und spüre nach:

  • der Beckenschale nach außen und nach oben geweitet
  • meiner existentiellen Bedürftigkeit
  • meiner Offenheit des Empfangens
  • schauend auf das, was mich belebt, was größer ist als ich selbst

 

"Zur Sonne schaut sie unverwandt,
geheimnisvoll von ihr gebannt,
so blüht und wächst zu Gottes Ruhm
dein Bild o Mensch, die Sonnenblum."