Übungsangebot

Auf dieser Seite finden Sie eine Übung aus dem Ringbuch "ich übe" zum Kennenlernen und täglichen Üben.
Sie Übung macht ganzheitlich Lebenswahrheiten, Lebenshaltungen erfahrbar, die ein ganzheitlicheres, intensiveres Leben ermöglichen.

Weitere Übungen finden Sie hier.

Übung 1: Wie kann ich richtig (d.h. ausgerichtet) dasein, leben lernen?

1. Hinführung

Jeder möchte ein rechter Mensch sein. Doch das Leben bringt es mit sich: Du hast den Boden unter den Füßen verloren. Das Leben hat keine Richtung mehr. Du weißt nicht mehr, was unten und oben ist. - Da steht es an, die Füße wieder an den Boden zu bekommen, dem Leben wieder eine Richtung zu geben, zu erfahren, daß ich als Mensch zur Erde und zum Himmel gehöre wie ein Baum, der in dieser Rückbindung (re-ligio) sein Leben hat.

Deshalb als Imagination das Bild (imago) einer Pappel lebendig vor Augen halten:
- mit unten tiefer Pfahlwurzel
- zum Himmel strebend

2. Übungs - Ablauf

1. Teilziel: zur Erde gehören (Bild 1)

Bild 1
  • Ausgangshaltung: guter Stand, Hände nach vorne ausgestreckt.
  • Hände zur Erde nach unten schwingen und wieder nach oben
    (1 → 2)
    (einigemale: zur Erde betonen)
  • Hände unten lassen
    nachspüren: Handflächen sagen: ich gehöre zur Erde (→ Adam)
2. Teilziel: Zm Himmel gehören (Bild 2)

Bild 2
  • Ausgangshaltung wie vorher: guter Stand, Hände nach vorne ausgestreckt.
  • Hände nach unten und dann ganz
    - nach oben (1 → 2)
    - zum Himmel schwingen
    (einigemale: zum Himmel betonen)
  • Hände oben lassen, Finger locker zusammen: Baumwipfel nachspüren: Handflächen sagen: Ich gehöre zum Himmel
Ziel: zur Erde und zum Himmel gehören  
  • Ausgangshaltung wie vorher: guter Stand, Hände nach vorne ausgestreckt.
  • Hände ganz nach unten und ganz nach oben schwingen, in harmonischem Rythmus das volle Ausströmen und Einströmen des Atems nachvollziehen
  • im Atemrythmus: voller Atem, volles Leben
 

2. Verinnerlichung der Übung

stehend mit gesammelten Händen (Bild 3)
Die äußere Bewegung nach innen weiter schwingen lassen
  • Ich werde mir bewußt und spüre nach
    • Hier ist die Erde, zu der ich gehöre
    • Mein Leben hat eine Ausrichtung: von der Erde zum Himmel
    • In dieser Ausrichtung bin ich da in lebendiger Bewegung, in belebendern Atem. Ich lebe!
    • Je höher ich nach oben wachsen will, um so tiefer muß ich geerdet sein
  • Ich als Mensch mit dem mir eigenen vegetativ- animalisch-geistigen Leben spüre über alle welthaften Grenzen hinaus
    • "Ich habe Erde und Himmel in mir"
    • "Suchet was Droben"
    • "Erhebet die Herzen"

Bild 3